Entweder bist du meiner Meinung oder ich blocke dich, entfreunde dich, schneide dir die Kehle durch!
Was uns unter Stress setzt, ist nicht die hektische Welt.
Sondern ein links wie rechts übergriffiges Bescheidwissertum.
"Wir müssen schneller als das Virus sein".
Dazu gehört effektives contact-tracing, Abstand halten und Maskenpflicht.
Der "Baby-Elefant " wurde von Verfassungsjuristen gekillt, Strafen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht aufgehoben, die Corona-App von Datenschützern diskredidiert und die Regisstrierungspflicht von der Datenschutzkommission ausgehebelt.
Das Virus freut sich über die juristische Unterstützung, werden doch dadurch Maßnahmen unglaubwürdig gemacht und die Freiheit sich anstecken zu dürfen gerichtlich bestätigt!
In seinen Betrachtungen eines Unpolitischen (1915-1918) beklagt Thomas Mann die „Auferstehung der Tugend in politischer Gestalt, das Wieder-möglich-Werden eines Moralbonzentums sentimental-terroristisch-republikanischer Prägung, mit einem Worte: die Renaissance des Jakobiners“.
Dass dieses Moralbonzentum heutzutage nicht mehr im Namen einer totalitären Ideologie auftritt, sondern im Namen des Individualismus, macht die Sache so gefährlich.

"Wir müssen die Kontrolle über das Virus nach dem Lockdown behalten, sonst hat das Virus weiter die Kontrolle über uns." (© P.R.W)

Behörden und Regierung haben leichtfertig das Vertrauen der Bevölkerung verspielt. Halbherzige, unklare und vor unverständliche Maßnahmen führen zu Disziplinlosigkeit und Ignoranz. Die neuen "scharfen Maßnahmen" werden wohl von der Bevölkerung nicht mehr gebührend ernstgenommen werden.

Statt redundante Ankündigungs-Auftritte des "Corona-Quartetts" zu inszenieren, wäre transparente Information über getroffene (erfolgreiche) und verordnete Maßnahmen ein geeigneteres Mittel, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen und höhere Akzeptanz zu erreichen.