Leben ist der Fluss von Energie

Das, was wir „Leben“ nennen, ist so alt wie ein jedes Universum und beginnt als der Austausch von Energie zwischen Orten mit weniger oder mehr Energie, bis ein Ausgleich geschaffen ist, eine Balance oder Harmonie hergestellt wurde.
Wenn an einer Stelle Energie entnommen wird, die nicht wieder zurückfließen kann, entsteht einerseits ein Mangel, an anderer Stelle ein Überfluss.
Unser gesamtes Wirtschaften greift derart rigoros in den Kreislauf der Energie ein, dass wir wieder einmal vor einer gewaltsamen Entladung stehen, dem Zusammenbruch einer Kultur. Volker Marx ↗
Qi

Leben ist Energie - ohne Energie kein Leben! JPS 2021-08-05

Die intensivsten Eingriffe in das ökologische System unserer Erde werden durch Bereitstellung von Energie verursacht.

Eine unheimliche Menge von falschen oder zumindest fragwürdigen Meinungen über Energiefragen geistert in der Öffentlichkeit herum. Meist steckt hinter dem Irrtum kein böser Wille, sondern fehlendes Verständnis z. B. für physikalische Zusammenhänge sowie das unkritische Nachplappern von nicht selbst durchdachten Behauptungen. Teils werden aber auch gezielt Missverständnisse erzeugt, wenn Firmen für ihre Produkte werben oder Lobbyisten die Politik und die Öffentlichkeit zu beeinflussen versuchen.

Im RP-Energie-Lexikon wird unter dem Titel Irrtümer und Propaganda für diverse Themengebiete versucht, dies zu korrigieren. Die Doku-Serie planet- e des ZDF bringt hochinteressante und relevante Berichte zum Thema.

Leben ist der Fluss von Energie Das, was wir „Leben“ nennen, ist so alt wie ein jedes Universum und beginnt als der Austausch von Energie zwischen Orten mit weniger oder mehr Energie, bis ein Ausgleich geschaffen ist, eine Balance oder Harmonie hergestellt wurde. Wenn an einer Stelle Energie entnommen wird, die nicht wieder zurückfließen kann, entsteht einerseits ein Mangel, an anderer Stelle ein Überfluss. Unser gesamtes Wirtschaften greift derart rigoros in den Kreislauf der Energie ein, dass wir wieder einmal vor einer gewaltsamen Entladung stehen, dem Zusammenbruch einer Kultur. Energie ist Leben – Volker Marx

Wesentlich für die Auseinandersetzung mit Energiefragen sind die Unterscheidungen von
Primär- und Sekundärenergie und von lebesnotwendiger und “Bequemlichkeits”-Energie.

 

Energieformen

Die Übersicht ist naturgemäß unvollständig, sie zeigt nur die wichtigsten Beispiele.
EnergieformPrimärenergieUmwandlungSekundärenergieEmmissionen
Potentielle EnergieWasser im StauseeSpeicherkraftwerkelektr. StromAbwärme
Kinetische Energiefliessende Gewässser,
Gezeiten
Wind
Laufkraftwerke,
Gezeitenkraftwerke
Windkraftwerke
elektr. StromAbwärme
Thermische Energie Verbrennung fossiler Energieträger Kohle- und Gaskraftwerke elektr. Strom, Wärme, Dampf CO2 NO2 SO2
Verbrennung von Biomasse Biomasseheizkraftwerk elektr. Strom, Wärme, DampfAbwärme, CO2
Erdwärme,
Sonnenwärme
Wärmepumpen
Sonnenkollektoren
elektr. Strom, Wärme, DampfAbwärme
Chemische Energiefossile Energieträger
Kohle, Erdöl, Erdgas
Kohle- und Gaskraftwerke,
Raffinerie
elektr. Strom, Wärme, Dampf
Benzin, Diesel, Kerosin …

CO2 NO2 SO2
biogene Stoffe, Biomasse
(Klärschlamm, Stallmist, Gülle)
Vergärung in Biogasanlagen
Biogas , Wärme Undichtigkeit der Anlagen!!
Kernenergie Uran, ThoriumKernspaltung, Kernfusion Dampf, elektr. Strom, Wärmeradioaktiver Müll
Strahlungsenergie Sonnenlicht, Sonnenwärme Photovoltaik, Sonnenkollektoren elektr. Strom, Dampf, Wärmekeine
Die e-learning Plattform von Binogi bietet ein ausgezeichnetes Lernvideo Welche Energieformen gibt es an, das die Zusammenhänge einfach erklärt.
Auch die Wirkungsgrade (Effizienz) der Energieumwandlungsmethoden und das Hauptproblem Abwärme (Anergie, nicht nutzbare Energie) wird anschaulich behandelt.

Für Kinder entwickelt, für Erwachsene dringend empfohlen! 😉


Diese “gewonnenen” Sekundärenergien sind nicht wirklich lebenswichtig!
Sie dienen nur dazu, unser Leben bequemer, vielleicht auch sicherer zu machen.

Wirklich lebenswichtig ist nur die chemische Energie die aus Nahrungsmitteln gewonnen und
im menschlichen Körper “umgeformt” wird!

Die Produktion von Nahrungsmitteln, ihre Verwendung und ihre Vershwendung haben erheblichen negativen Einfluss auf unsere Umwelt, der dem der “Bequemlichkeitsenergien” kaum nachsteht.
Daher wird das Thema “Essen – Verwendung – Verschwendung” auf einer eigenen Seite intern behandelt.

txt

hugo

Leben ist der Fluss von Energie

Das, was wir „Leben“ nennen, ist so alt wie ein jedes Universum und beginnt als der Austausch von Energie zwischen Orten mit weniger oder mehr Energie, bis ein Ausgleich geschaffen ist, eine Balance oder Harmonie hergestellt wurde.
Wenn an einer Stelle Energie entnommen wird, die nicht wieder zurückfließen kann, entsteht einerseits ein Mangel, an anderer Stelle ein Überfluss. Unser gesamtes Wirtschaften greift derart rigoros in den Kreislauf der Energie ein, dass wir wieder einmal vor einer gewaltsamen Entladung stehen, dem Zusammenbruch einer Kultur. Energie ist Leben – Volker Marx – Qi

Medienspiegel

2021-10-07 Bernhard Wiedinger: „Wird nicht ohne Energieimporte gehen“ – Gaul, Mitlöhner – Kurier

Energie- und Klimawende. ÖAMTC-Experte Wiesinger sieht ebenso wie Industriellen-Präsident Knill grobe Mängel bei Energiestrategie. Wiesinger wirft Gewessler „Pippi Langstrumpf“-Zugang bei Energiezukunft vor 


Gleich zu Beginn überrascht ÖAMTC-Experte Bernhard Wiesinger im KURIER-Gespräch: Ja, auch der ÖAMTC ist der Ansicht, dass die Ökostromziele bis 2030 erreicht werden können. Diese sehen vor, dass die Treibhausgas-Emissionen in allen Bereichen – also etwa beim Verkehr oder bei den Gebäuden – um mehr als die Hälfte (im Vergleich zu 2019) sinken müssen.
Aber, so Wiesinger: sicher nicht mit den aktuellen Maßnahmen. „Weil die setzen ausschließlich auf die Elektromobilität.“ Es brauche vielmehr eine Technologie-Offenheit und damit einen Zugang zu synthetischen und biogenenKraftstoffen, also E-Fuels.
Hürden bei E-FuelsDabei wird in sehr großen Elektrolysen Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespaltet. Dann wird chemisch der Wasserstoff unter anderem mit CO2 verbunden und daraus künstlicher Diesel oder ebensolches Benzin erzeugt.
Das Problem dabei (abgesehen von den hohen Produktionskosten): Dafür braucht mehr sehr viel „grünen“ Strom aus nachhaltigen Quellen wie Wind oder Wasser. Mehr als in Österreich produziert werden kann, glaubt Wiesinger: „Wir werden ohnehin nicht ohne Energieimporte auskommen können, weil sehr viele Prozesse sehr viel saubere Energie benötigen.“
Wiesinger schlägt vor, dass dort, wo viel Windkraft möglich ist (Wiesinger nennt etwa Island) oder die Sonne sehr viel stärker scheint (Wiesinger nennt Nordafrika) der Wasserstoff und diese E-Fuels produziert werden sollen. „Damit ändert sich auch nichts am Verteilmodus an den Tankstellen, nur am Produkt.“ Eine weitere Hürde sei außerdem noch, ob die EU die E-Fuels als saubere Alternative erlaubt. Derzeit ist das nicht der Fall.
Wiesinger rechnet vor, dass wir mit den aktuellen Ausbauplänen für die Ökostrom-Produktion nicht auskommen werden. „Wir brauchen ja mehr als 27 Terawattstunden bis 2030. Das entspricht fünf Laufkraftwerken wie jenem in der Freudenau plus 1.200 Windräder plus zwei Millionen Dächer mit Fotovoltaik.“ Die Politik sage, das sei sehr herausfordernd, erklärt Wiesinger – er selbst meint indes: „Das lässt sich kaum erreichen.“ Im Klima- und Energieministerium von Leonore Gewessler sieht er einen „Pippi-Langstrumpf-Zugang“, wo man sich die „Welt, widewide wie sie mir gefällt“ schönrechne.
„Mit Russland reden“Außerdem: Um bis 2040 klimaneutral werden zu können, müssten auch die energieintensiven Industrien auf Grünstrom umgestellt werden. „Die Voest braucht dafür dann 33 Terawattstunden, die chemische Industrie 63 Terawattstunden.“
Ganz ähnlich sieht das der neue Präsident der Industriellenvereinigung Georg Knill. Im KURIER-Gespräch erklärt der Unternehmer: „Wenn wir uns eine CO2-freie Energie wünschen, dann müssen wir auch gewillt sein, die entsprechenden Projekte für alternative Energien zuzulassen.“
Speziell der in Deutschland geplante Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom zeige, dass die Frage, woher die benötigte Energie kommen soll, noch ungeklärt sei. „Mögliche Lösungen sind Liefervereinbarungen mit ausländischen Partnern. Wir müssen mit Russland intensiv diskutieren, Gas könnte hier als Übergangstechnologie notwendig sein.“ Wie auch der ÖAMTC-Experte sieht Knill eine Chance in Energieimporten aus anderen Weltregionen: „Wir müssen überlegen, was wir mit Afrika in puncto Fotovoltaik machen können; in Patagonien ist die Effizienz von Windkraft sechsmal so groß wie in Österreich.“
„Nicht fertig gedacht“Knill, der im oststeirischen Familienbetrieb gemeinsam mit seinem Bruder bereits in zwölfter Generation tätig ist, sagt weiter, dass er befürchte, dass den wenigsten bewusst sei, „was auf uns zukommt. Dass die Transformation extrem viel Geld kosten wird, muss uns allen klar sein. Die EU-Kommission spricht von 4.000 Milliarden Euro für den Green Deal allein bis 2030. Die 800 Milliarden Euro für den EU-Recovery Fund, die ja nur zum Teil in die Ökologisierung fließen werden, sind gleichsam nur die Vorspeise.“
Und der IV-Präsident äußert auch ganz grundsätzlich Bedenken: „In vielerlei Hinsicht ist die ganze Transformation noch nicht fertig gedacht. Wir sind sehr ambitioniert die ersten Schritte gegangen, und jetzt sehen wir, was alles noch unklar ist. Das bringt auch eine massive Verunsicherung mit sich.“
2021-12-19 Das „Tur-Tur-Phänomen“ der deutschen Energiewende ↗ – Daniel Wetzel – Welt

Taugt die deutsche Ökostrom-Revolution als Blaupause für den Rest der Welt? 

Laut einer weltweiten Experten(?)umfrage wächst die Zustimmung mit der geografischen Entfernung. Bei unseren Nachbarn überwiegt Skepsis – vor allem in einer Frage. Allerdings erklärt fast die Hälfte der befragten Experten – genau 45 Prozent –, dass ihre Länder gar nicht die technischen, finanziellen und wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllten, um dem deutschen Vorbild nachzueifern. Den Kommentaren zufolge zweifeln insbesondere viele Entscheidungsträger daran, mit einer Energiewendestrategie politisch zu den Gewinnern gehören zu können.

Tatsächlich sind laut Umfrage außerhalb Europas im Schnitt 66 Prozent der Menschen nicht bereit, für den Klimaschutz höhere Energiepreise in Kauf zu nehmen. Lediglich 32 Prozent würden leichte bis maximal 20-prozentige Preissteigerungen akzeptieren.

2021-03-12 Photovoltaik und Albedo David Kotrba – futurezone txt

Energiequellen

Ohne Desertec 3.0 gibt es kaum Hoffnung fürs Klima  2019-08-06 Daniel Wetzel -Welt
Zehn Jahre nach Gründung ist es still geworden um Desertec. Zu Unrecht: Ohne Strom aus der Wüste ist an eine Dekarbonisierung des Planeten kaum zu denken – diese bittere Wahrheit offenbart sich vor allem am Beispiel Deutschlands.

2012 wurde in Zörbig (Sachsen-Anhalt) die erste Anlage in Betrieb genommen, die aus (2017) jährlich 260.000 Tonnen Stroh Biomethan erzeugen kann. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum in Leipzig schätzt das Potential in Deutschland auf 8–13 Mio. Tonnen, in Osteuropa auf 240 Mio. Tonnen, wobei 8 Mio. Tonnen 2,5 Gigawattstunden oder anschaulich dem Energiebedarf von 4 Mio. Erdgasfahrzeugen entspricht.

Biomethan (wikipedia), Ökobilanzen ausgewählter Biotreibstoffe (Umweltbundesamt A)

Texte

2021-07-14 Mit diesem Plan will die Europäische Union das Klimadesaster stoppen – Kritiker warnen  ( Marcus Mäckler – Merkur) 
Die neue Kommissionschefin hatte sich einiges vorgenommen. Kein halbes Jahr im Amt, stellte Ursula von der Leyen Ende 2019 ihren „Green Deal“ vor, jene Idee also, Europa klimaneutral zu machen und zugleich die Wirtschaft zu stärken. Sie sprach von einem „Mann-auf-dem-Mond-Moment“. Seither sitzt der Besagte aber recht ratlos dort oben herum.
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